Wärmemarkt - en2x

Wärmemarkt

Der Wärmemarkt ist ein wichtiger Sektor für das Erreichen der Klimaziele. Allein 33,5 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland entfällt auf Raumwärme und Warmwasser. Insgesamt gibt es rund 21,2 Mio. Wärmeerzeuger in Gebäuden im gesamten Bundesgebiet. Davon sind 14,1 Mio. Gasheizungen, rund 5,1 Mio. Ölkessel und 650.000 Flüssiggasheizungen. Die Versorgung mit Heizöl EL und Flüssiggas erfolgt derzeit zu einem hohen Anteil durch en2x-Mitglieder.
Die en2x-Mitgliedsunternehmen wollen weiterhin mit ihren Produkten zur Wärmeversorgung der Gebäude in Deutschland beitragen. Dabei setzen sie zunehmend auf treibhausgasarme Brennstoffe und leisten damit einen wichtigen Beitrag für Klimaschutz und Versorgungssicherheit im Wärmemarkt.

Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) – Neustart für die Wärmewende im Heizungskeller

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist das zentrale Instrument, um die Klimaziele der Bundesregierung im deutschen Gebäudebestand  zu erreichen.

Alle Infos zum Gesetz finden Sie hier

GEBÄUDEMODERNISIERUNGSGESETZ: 65-PROZENT-VORGABE ENTFÄLLT, BIO-TREPPE KOMMT

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) löst das Gebäudeenergiegesetz ab. Die bisherige Vorgabe, dass neue Heizungen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen müssen, entfällt. Eigentümer können die Heizungsart wieder frei wählen.

Im Neubau ist die Strom-Wärmepumpe faktisch Standard. Gas-, Öl- und Flüssiggasheizungen bleiben zulässig – gebunden an die „Bio-Treppe“: Ab 2029 muss ein steigender Anteil der erzeugten Wärme aus biogenen Brennstoffen oder Wasserstoff stammen, von 10 Prozent (2029) über 15 (2030) und 30 (2035) auf 60 Prozent (2040).

Das „Green Fuels Ready“-Label kennzeichnet neue Heizungsanlagen und -komponenten, die für den Einsatz von bis zu 100 Prozent erneuerbaren Brennstoffen geeignet sind – und damit für die Anforderungen der Bio-Treppe.

.

STATUS UND ZUKUNFT DER ÖLHEIZUNG

Derzeit gibt es bundesweit rund 5,1 Millionen Ölheizungen. Die meisten sind in Ein- und Zweifamilienhäusern und stehen in ländlichen Regionen oder am Rand von Ballungsgebieten. Rund drei Millionen der ölbeheizten Gebäude liegen abseits der Gas- und Wärmenetze. Aus technischen oder finanziellen Gründen lässt sich nicht jedes Haus mit Ölheizung ohne Weiteres auf einen anderen Energieträger umstellen.
Um die Klimaziele zu erreichen, ist es daher notwendig durch effiziente und sozialverträgliche Lösungen die Treibhausgasemissionen von Gebäuden mit Ölheizung zu reduzieren. Hier bietet auch der Einsatz von hybriden Heizsystemen, beispielsweise der Kombination einer Ölheizung mit einer Wärmepumpe kleiner Leistung eine sinnvolle Modernisierungsoption. Eine Modernisierung kann dann auch schrittweise und unter Beibehaltung eines flüssigen Energieträgers erfolgen.

GEBÄUDEBESTAND ERFORDERT INDIVIDUELLE LÖSUNGEN

Hybridheizungen, die Strom-Wärmepumpen mit Öl- oder Flüssiggaskesseln kombinieren, und flüssige Brennstoffe mit zunehmenden erneuerbaren Anteilen können einen wichtigen Beitrag für die Wärmewende leisten. Sie stellen für die Betreiber von Ölheizungen eine wichtige Option dar, um die gesetzlichen Vorgaben zur Nutzung von erneuerbaren Energien zu erfüllen.
Angesichts der hohen Anteile fluktuierenden Wind- und Solarstroms können solche Hybrid-Heizungen insbesondere an kalten Tagen Spitzenlasten abdecken bzw. den Strombedarf reduzieren. Ebenso stärkt eine dezentrale Bevorratung flüssiger Brennstoffe die Resilienz der Energieversorgung.

Unsere Forderungen

Alle Technologien für den Klimaschutz

Zur Erreichung der Klimaschutzziele sind erhebliche Anstrengungen erforderlich, zudem sind die Modernisierungsansätze für die unterschiedlichen Gebäude sehr unterschiedlich.  Für das Erreichen der Klimaziele im Gebäudesektor ist daher eine Vielfalt von Technologien erforderlich. Nur so können unterschiedliche Ansprüche und Voraussetzungen berücksichtigt werden und Umsetzbarkeit und Sozialverträglichkeit gewährleistet werden.


Klare und verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen

Zur Bereitstellung neuer CO2 armer Brennstoffe, sowie geeigneter Gerätetechnik muss in die Entwicklung von Produkten, sowie in den Aufbau von Produktionskapazitäten investiert werden. Diese Investitionen können nur erfolgen, wenn durch klare und verlässliche Rahmenbedingungen sichergestellt ist, dass diese Produkte auch eingesetzt werden dürfen und als „erneuerbar“ anerkannt werden.


Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit sicherstellen

Eine sichere und unabhängige Energieversorgung ist die Basis für Wirtschaft und Industrie, aber auch private Haushalte bauen auf eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung. Flüssige Energieträger, die auch erneuerbar produziert werden können, lassen sich leicht transportieren und lagern. Sie liefern damit eine solide Basis für eine sichere und unabhängige Energieversorgung.


Sharing