Unsere Mission

Der Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Weil wir den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt hinterlassen wollen, ist es notwendig, Maßnahmen zur schnellen Senkung der CO2-Emissionen zu ergreifen. Deshalb arbeiten wir vom en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie e. V. – gemeinsam mit unseren Mitgliedern auf das Erreichen der Klimaziele von Paris hin.

Unsere Mitgliedsunternehmen sichern einen großen Teil der heutigen Energieversorgung Deutschlands. Zudem liefern sie erhebliche Mengen an Rohstoffen, vor allem für die chemische Industrie. Für uns ist klar: Die Zukunft von Energieträgern und Rohstoffen wird treibhausgasneutral sein. Zum Erreichen dieses Ziels ist ein gewaltiger Transformationsprozess notwendig, den wir als Verband im Interesse unserer Mitglieder begleiten, vorantreiben und mitgestalten wollen. Mit einer Vielfalt von Fuels und Energie, anspruchsvoller Technologie und wegweisenden Innovationen kann unsere Branche Schlüsselbeiträge für diese Transformation liefern.

Unsere Mitglieder bündeln viele Kompetenzen, doch haben wir heute noch nicht auf alles eine Antwort. Deshalb setzen wir als Verband auf Dialog und Diskussion, um geeignete Wege zum Erreichen der Klimaziele zu finden.

Fuels und Energie

Ob CO2-neutraler Wasserstoff, alternative Kraft- und Brennstoffe, neue Produkte für die chemische Industrie oder Ladestationen für Elektroautos an der Tankstelle: Es gibt zahlreiche Lösungen dafür, die Treibhausgasemissionen immer weiter zu reduzieren. Bei unseren Mitgliedsunternehmen findet sich für die Kunden eine Vielfalt an Optionen – gegenwärtig und in der Zukunft. Dabei stehen die Unternehmen der Branche für eine hohe Versorgungssicherheit in Bezug auf Energie und Rohstoffe.

Der Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien wird in Zukunft eine deutlich größere Rolle spielen – gerade im Straßenverkehr, aber auch im Wärmesektor. Diese Entwicklung wird von uns unterstützt. So stellen Mitglieder von en2x verstärkt Ladestrom zur Verfügung und verbessern dadurch die Infrastruktur für E-Mobilität. Der Strombedarf wird durch die zunehmende Elektrifizierung stark steigen. Daher ist ein deutlich beschleunigter Ausbau der Ökostromerzeugung hierzulande notwendig, wenn es darum geht, die Klimaziele zu erreichen. Zudem kann durch mehr Effizienz und Verkehrsvermeidung noch viel Energie eingespart werden.

Das ändert jedoch nichts an der grundsätzlichen Herausforderung: Derzeit führen wir in Deutschland rund 70 Prozent der Energie, die wir brauchen, aus anderen Ländern ein. Auch mit einem massiven Ausbau von Wind- und Solaranlagen werden wir hierzulande nicht energieautark werden. Unsere Mitglieder tragen zur Versorgungssicherheit mit erneuerbarer Energie bei– durch zunehmende Produktion und Importe großer Mengen hochwertiger treibhausgasneutraler Energieträger. Sie sind Experten für globale Energieströme.

Alternative Fuels sind unbedingt notwendig, wenn es darum geht, im Flug-, Schiffs- und Schwerlastverkehr die Klimaziele zu erreichen. Es sind unsere Mitglieder, die den Bedarf und die besonderen Anforderungen der dahinter stehenden Kunden und Lieferketten kennen. Zugleich ermöglichen alternative Kraftstoffe, den Bestand an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zunehmend klimaschonend und zukünftig sogar treibhausgasneutral zu betanken.

Auch für schwer zu elektrifizierende Anwendungsfälle bei der Wärmeversorgung sind solche Fuels in Zukunft eine klimagerechte Lösung. Neben den Energieerzeugnissen liefern unsere Mitglieder Grundstoffe für die chemische Industrie. Diese Vorprodukte zukünftig zu dekarbonisieren, ist ein unverzichtbarer Baustein der Strategie, in diesem wichtigen Industriezweig die Klimaziele zu erreichen und die industriellen Wertschöpfungsketten in Deutschland zu erhalten. Ein Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen ergibt sich darüber hinaus aus der Prozess- und Fernwärme der Raffinerien, die von der Industrie und zur Wärmeversorgung von Wohngebäuden genutzt wird.

Technologie

Damit die Klimaziele erreicht werden können, müssen zahlreiche industriell verwendete Stoffe und Produkte in den beiden kommenden Dekaden dekarbonisiert werden. Dies kann zum Beispiel durch CO2-neutralen Wasserstoff und den Aufbau geschlossener Kohlenstoffkreisläufe gelingen.

Dem Auf- und Ausbau der Produktion von CO2-neutralem Wasserstoff im industriellen Maßstab kommt daher eine wichtige Rolle zu. Er kann direkt oder zur Herstellung von Folgeprodukten genutzt werden. Für eine Kreislaufwirtschaft, die auf fossilen Kohlenstoff verzichtet, ist die Weiterverarbeitung von Rest- und Abfallstoffen aus anderen Wirtschaftszweigen von großer Bedeutung. Das Gleiche gilt für die Weiterentwicklung von CO2-Abscheidungs- und -Nutzungstechnologien.

Aufgrund ihrer Erfahrung im Umgang mit Kohlenstoffprodukten und deren Produktionsanlagen haben unsere Mitglieder das nötige Know-how und sind bestens aufgestellt, um treibhausgasneutrale Alternativen zu heute noch fossilen Stoffen zu entwickeln, die entsprechenden Produktionsanlagen zu skalieren und die erforderlichen Kreisläufe aufzubauen.

Bereits heute gibt es zahlreiche Projekte, die klar in diese treibhausgasneutrale Zukunft weisen. Dazu zählen zum Beispiel der Bau von Elektrolyseanlagen an Raffinerie- und Chemiestandorten oder die Biokraftstoffgewinnung aus Reststoffen und Algen.

Innovation

Der Klimaschutz ist auch eine wissenschaftliche Herausforderung. Manche Lösungen müssen wir vielleicht erst noch finden, andere erproben und verbessern. Bei unseren Mitgliedern werden deswegen gezielt Innovationen vorangetrieben und Partner zusammengebracht, um – im Sinne des Klimaschutzes und der Kunden – weiter neuartige Technologien, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Dabei ist das Ziel, in großem Maßstab umsetzbare und bezahlbare Lösungen zu erarbeiten.

Von zentraler Bedeutung sind dabei Forschung und Entwicklung, um Kompetenzen weiter auszubauen und den Transformationsprozess zum Erreichen der Klimaziele voranzutreiben. Dazu gehören die Initiierung und Unterstützung von Pilotprojekten und Reallaboren – nicht nur hierzulande, sondern vielerorts in Europa und der gesamten Welt. Des Weiteren werden gezielte Joint Ventures mit Start-ups im Energiesektor gegründet, um neuen Lösungen für mehr Klimaschutz und Energiesicherheit den Weg zu bereiten.

Auch en2x fördert Innovation durch eigene Modellvorhaben. Mit dem Forschungsinstitut OWI Science for Fuels verfügen wir über ein Tochterunternehmen, das sich an der RWTH Aachen gemeinnützig bereits seit vielen Jahren mit zunehmend treibhausgasneutralen Kraftstoffen befasst. Zudem sind wir Partner der ebenfalls gemeinnützigen Forschungsgesellschaft DGMK, die Wissenschaft, Forschung, Technik und Weiterbildung vorantreibt.

Dialog

Auf dem Weg in eine treibhausgasneutrale Zukunft stellen sich immerfort neue Fragen. Wir haben heute noch nicht auf alle eine Antwort, und manche Antworten werden wir vielleicht noch ändern müssen. Unsere Mitgliedsunternehmen verfügen jedoch über viele Kompetenzen, die dazu nötig sind, die notwendige Transformation im Sinne der Klimaziele voranzubringen.

Um dabei erfolgreich zu sein, setzen wir auf Zusammenarbeit und Dialog. Wir suchen gemeinsam mit anderen nach den besten Lösungen. Dazu gehört für uns insbesondere die Diskussion mit Politik und Behörden, Umwelt- und Klimaschutzorganisationen, Wirtschaft und Verbrauchern. Dabei werden wir uns auch mit Kritik an unserer Branche und ihren Produkten auseinandersetzen.

Als Verband vertreten wir die Interessen unserer Mitglieder in der Debatte um mehr Klimaschutz. Wir setzen uns für einen angemessenen und verlässlichen regulatorischen Rahmen ein, damit Absatzmärkte für neue Produkte unserer Mitgliedsunternehmen entstehen oder bestehende Absatzmärkte mit zunehmend treibhausgasneutralen Produkten beliefert werden können.

Wir zeigen durch die Erstellung, ständige Evaluierung und Anpassung von Szenarien und Roadmaps Wege zum Erreichen der Klimaziele auf.

Wir wollen glaubwürdig, offen und gesprächsorientiert sein. Das gilt für spezifische Themen wie Steuerpolitik und Regulierung ebenso wie für den Blick aufs große Ganze: Energieversorgung unter Berücksichtigung von Umwelt, Klimaschutz und sozialer Belange im Sinne von Mensch und Natur.

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Wir freuen uns auf einen offenen Dialog

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