Energiesteuer auf Benzin und Diesel wird gesenkt - en2x

Pressemeldung

Energiesteuer auf Benzin und Diesel wird gesenkt

Berlin, 30.09.2026 | Pressemitteilung zur Entlastung der Verbraucher durch Senkung der Energiesteuer  

Nach dem Frühsommer tritt am 1. Oktober eine zweite Energiesteuersenkung auf Benzin und Diesel in diesem Jahr in Kraft. Die von der Bundesregierung beschlossene Maßnahme gilt bis Jahresende. Dadurch sinkt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14,04 Cent pro Liter. Inklusive Mehrwertsteuer ergibt das eine rechnerische Entlastung von 16,7 Cent brutto. Die Tankstellengesellschaften geben die Steuersenkung vollständig weiter. Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x) weist jedoch darauf hin, dass die Energiesteuer nur ein Bestandteil des Tankstellenpreises ist.

„Die Senkung von Energie- und Mehrwertsteuer wird ab 1. Oktober um Mitternacht ohne Einschränkungen und Aufschläge weitergegeben – wie schon im Mai und Juni. Das ist eine Folge des intensiven Wettbewerbs von 14.000 Tankstellen”, so en2x-Hauptgeschäftsführer Prof. Christian Küchen. „Untersuchungen, die etwas anderes behaupten, berücksichtigen zumeist nicht, dass sich neben den Steuersätzen andere Kostenfaktoren häufig ändern, die für die Preisbildung an Tankstellen ebenso relevant sind.“ Denn die Energiesteuer ist nur einer von vielen Preisbestandteilen: „Entscheidend für die Entwicklung der Tankstellenpreise sind vor allem die Benzin- und Dieselpreise an den internationalen Börsen – und nicht etwa, wie oft fälschlich angenommen, der Rohölpreis. Diese Produktpreise orientieren sich an Angebot und Nachfrage nach Kraftstoffen.“ Im Fall steigender Beschaffungskosten für Benzin und Diesel am Weltmarkt wirkt das dem Steuereffekt entgegen, der dennoch voll erhalten bleibt. Sinken die Einkaufskosten, fällt der Preisrückgang an der Tankstelle sogar noch höher aus.

Hauptursache für die Preisentwicklung ist die Knappheit an Benzin und insbesondere Diesel in Folge der Kriegshandlungen im Nahen Osten sowie in Russland und der Ukraine. Dadurch fehlen am Weltmarkt erhebliche Raffineriekapazitäten. Die Knappheit der Kraftstoffe ist noch größer als die an Rohöl, daher sind die Produktpreise stärker gestiegen als der Ölpreis. „Eine Gleichsetzung der Rohöl- mit der Tankstellenpreisentwicklung ist grundsätzlich falsch, jetzt gilt das erst recht“, so Küchen.

Auch den Vorwurf, die Mineralölbranche selbst würde in Deutschland die Preise nach oben treiben, weist Küchen entschieden zurück: „Nach Abzug der staatlich bedingen Preisanteile lagen die Nettopreise für Diesel und Benzin hierzulande in den vergangenen Monaten im Durchschnitt unter denen fast aller EU-Nachbarländer.“ Angesichts dieser Tatsache sei die Entscheidung der Bundesregierung, die Tankkundschaft durch eine Steuersenkung zu entlasten, gut nachvollziehbar.

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