Wasserstoff-Wirtschaft
Um Investitionen in Anlagen zur Wasserstoff-Elektrolyse auszulösen, ist eine zügige und pragmatische Umsetzung des delegierten Rechtsaktes zum Strombezug von Elektrolyseuren (Art. 27 RED II) notwendig.
Nach Einschätzung vieler Experten werden zudem Quotenvorgaben möglicherweise nicht dazu ausreichen, die erforderlichen Milliardeninvestitionen in Wasserstoff und PtX-Produkte auszulösen. Daher sind zusätzlich Ausschreibungen für PtX-Mengen über einen längeren Zeitraum unterstützend notwendig, wie sie zum Beispiel im „H2-Global“ Fördermechanismus vorgesehen sind. Wenn dabei vor allem Mengen an klimaneutralen Vorprodukten wie grünes Methanol oder synthetisches Rohöl ausgeschrieben werden, die dann in Deutschland in Raffinerien oder der chemischen Industrie weiterverarbeitet werden, kann gleichzeitig Wertschöpfung in Deutschland gehalten werden.
Entstehung neuer Märkte
Wenn durch geeignete Maßnahmen im Industrie-, Verkehrs- und Wärmesektor ein Markthochlauf erneuerbarer Kohlenwasserstoffe gelingen würde, wäre das für den Erfolg der Wasserstoff-Initiativen auf deutscher und europäischer Ebene auch industriepolitisch für den Export überaus relevant. Durch die entstehenden neuen Märkte für klimaneutralen Wasserstoff sowie dessen Folgeprodukte wie synthetische Kraftstoffe könnte der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland seine Technologieführerschaft in diesem Bereich ausbauen und damit eine führende Rolle auf dem Weltmarkt einnehmen.
Stellungnahme zum Kohlendioxid-Speicherungsgesetz abgegeben
en2x hat am 4. Juli 2025 seine Stellungnahme zur geplanten Änderung des Kohlendioxid-Speicherungsgesetzes (KSpG) abgegeben. Zahlreiche Inhalte des neuen Entwurfs sind aus Sicht von en2x gegenüber dem Entwurf der Vorgängerregierung positiv zu bewerten. Jedoch fehlen auch einige wichtige Aspekte, wie die Stellungnahme, die gemeinsam mit dem MEW verfasst wurde, deutlich macht.