Unsere Mission
Der Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Weil wir den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt hinterlassen wollen, ist es notwendig, Maßnahmen zur schnellen Senkung der CO2-Emissionen zu ergreifen.
Unsere Mitgliedsunternehmen aus der derzeitigen Mineralölwirtschaft sowie Anbieter erneuerbarer Kraft- und Brennstoffe sichern einen Großteil der heutigen Energieversorgung Deutschlands für Mobilität und Wärme und liefern erhebliche Mengen an chemischen Grundprodukten.
Wir wollen im offenen Dialog die Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit der Energie- und Grundstoffwirtschaft begleiten, vorantreiben und mitgestalten. Wir treten dabei für international wettbewerbsfähige Standortbedingungen in Deutschland ein. Diese sind eine zentrale Voraussetzung dafür, Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu erhalten und eine resiliente Energie- und Rohstoffversorgung sicherzustellen. Für eine treibhausgasneutrale Zukunft ist zudem ein umfassender Transformationsprozess notwendig. Mit einer Vielfalt an erneuerbaren Kraft- und Brennstoffen, Technologien und Innovationen kann unsere Branche wesentliche Beiträge zur Reduzierung von klimarelevanten Emissionen liefern. Auch hier gilt: Nur wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen sind in der Lage, Ihre Standorte und Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln.
Fuels und Energie
Ob CO2-neutraler Wasserstoff, erneuebare Kraft- und Brennstoffe, neue Produkte für die chemische Industrie oder Ladestationen für Elektroautos: Es gibt zahlreiche Lösungen dafür, die Treibhausgasemissionen immer weiter zu reduzieren. Unsere Mitgliedsunternehmen verfügen über langjährige Erfahrung im Betrieb energiebezogener Infrastrukturen sowie in der Versorgung von Industrie, Mobilität und Wärmemarkt – gegenwärtig und in der Zukunft. Dabei stehen die Unternehmen der Branche für eine hohe Versorgungssicherheit in Bezug auf Energie und Rohstoffe.
Der Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien wird in Zukunft eine deutlich größere Rolle spielen – gerade im Straßenverkehr, aber auch im Wärmesektor. Diese Entwicklung wird von uns unterstützt. So stellen Mitglieder von en2x verstärkt Ladestrom zur Verfügung und verbessern dadurch die Infrastruktur für E-Mobilität. Der Strombedarf wird durch die zunehmende Elektrifizierung voraussichtlich stark steigen. Daher ist ein deutlich beschleunigter Ausbau der Ökostromerzeugung hierzulande notwendig.
Das ändert jedoch nichts an der grundsätzlichen Herausforderung: Derzeit führen wir in Deutschland rund 70 Prozent der Energie, die wir brauchen, aus anderen Ländern ein. Auch mit einem massiven Ausbau von Wind- und Solaranlagen werden wir hierzulande nicht energieautark werden. Unsere Mitglieder tragen zur Versorgungssicherheit bei – durch zunehmende Produktion und Importe von treibhausgasneutralen Kraft- und brennstoffen. Sie sind Experten für globale Energieströme.
Erneuerbare Kraftstoffe im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes können einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Emissionen im Flug-, Schiffs- und Schwerlastverkehr leisten. Es sind unsere Mitglieder, die den Bedarf und die besonderen Anforderungen der dahinter stehenden Kunden und Lieferketten kennen. Zugleich ermöglichen erneuerbare Kraftstoffe, den Bestand an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zunehmend mit reduzierten Emissionen im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen zu betanken.
Auch für schwer zu elektrifizierende Anwendungsfälle bei der Wärmeversorgung sind solche Fuels in Zukunft eine interessante Lösung. Neben den Energieerzeugnissen liefern unsere Mitglieder Grundstoffe für die chemische Industrie. Diese Vorprodukte zukünftig zu dekarbonisieren, ist ein unverzichtbarer Baustein der Strategie, in diesem wichtigen Industriezweig Wertschöpfungsketten in Deutschland zu erhalten. Ein Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen ergibt sich darüber hinaus aus der Prozess- und Fernwärme der Raffinerien, die von der Industrie und zur Wärmeversorgung von Wohngebäuden genutzt wird.
Technologie
Die Energie- und Grundstoffwirtschaft steht vor umfangreichen technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen: zahlreiche industriell verwendete Stoffe und Produkte müssen in den beiden kommenden Dekaden nach gesetzlichen Anforderungen dekarbonisiert werden. Dies kann zum Beispiel durch CO2-neutralen Wasserstoff und den Aufbau geschlossener Kohlenstoffkreisläufe gelingen.
Dem Auf- und Ausbau der Produktion von CO2-neutralem Wasserstoff im industriellen Maßstab kommt daher eine wichtige Rolle zu. Er könnte direkt oder zur Herstellung von Folgeprodukten genutzt werden. Für eine Kreislaufwirtschaft, die auf fossilen Kohlenstoff verzichtet, ist die Weiterverarbeitung von Rest- und Abfallstoffen aus anderen Wirtschaftszweigen von großer Bedeutung. Das Gleiche gilt für die Weiterentwicklung von CO2-Abscheidungs- und -Nutzungstechnologien.
Aufgrund ihrer Erfahrung im Umgang mit Kohlenstoffprodukten und deren Produktionsanlagen haben unsere Mitglieder das nötige Know-how, um Alternativen zu heute noch fossilen Stoffen zu entwickeln, die entsprechenden Produktionsanlagen zu skalieren und die erforderlichen Kreisläufe aufzubauen.
Bereits heute gibt es zahlreiche Projekte, die klar in diese treibhausgasneutrale Zukunft weisen. Dazu zählen zum Beispiel der Bau von Elektrolyseanlagen an Raffinerie- und Chemiestandorten oder die Biokraftstoffgewinnung aus Reststoffen und Algen.
Innovation
Technologische Entwicklungen entstehen vielfach durch Forschung und Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Wissenschaft und weiteren Partnern. Daher engagieren sich viele Mitgliedsunternehmen in Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie in Kooperationen mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Technologieunternehmen. Dabei ist das Ziel, in großem Maßstab umsetzbare und bezahlbare Lösungen zu erarbeiten.
Zu den Aktivitäten gehören die Initiierung und Unterstützung von Pilotprojekten und Reallaboren – nicht nur hierzulande, sondern vielerorts in Europa und der gesamten Welt. Des Weiteren werden gezielte Joint Ventures mit Start-ups im Energiesektor gegründet, um neuen Lösungen den Weg zu bereiten.
Auch en2x fördert Innovation durch eigene Modellvorhaben. Mit dem Forschungsinstitut OWI Science for Fuels verfügen wir über ein Tochterunternehmen, das sich an der RWTH Aachen gemeinnützig bereits seit vielen Jahren mit zunehmend treibhausgasneutralen Kraftstoffen befasst. Zudem sind wir Partner der ebenfalls gemeinnützigen Forschungsgesellschaft DGMK, die Wissenschaft, Forschung, Technik und Weiterbildung vorantreibt.
Dialog
Auf dem Weg in eine treibhausgasneutrale Zukunft stellen sich immerfort neue Fragen. Wir haben heute noch nicht auf alle eine Antwort, und manche Antworten werden wir vielleicht noch ändern müssen.
Um dabei erfolgreich zu sein, setzen wir auf Zusammenarbeit und Dialog. Wir suchen gemeinsam mit anderen nach den besten Lösungen. Dazu gehört für uns insbesondere die Diskussion mit Politik und Behörden, Umwelt- und Klimaschutzorganisationen, Wirtschaft und Verbrauchern. Dabei werden wir uns auch mit Kritik an unserer Branche und ihren Produkten auseinandersetzen.
Als Verband vertreten wir die Interessen unserer Mitglieder. Wir setzen uns für einen angemessenen und verlässlichen regulatorischen Rahmen ein, damit Absatzmärkte für neue Produkte unserer Mitgliedsunternehmen entstehen oder bestehende Absatzmärkte mit zunehmend treibhausgasneutralen Produkten beliefert werden können.
Wir wollen glaubwürdig, offen und gesprächsorientiert sein. Das gilt für spezifische Themen wie Steuerpolitik und Regulierung ebenso wie für den Blick aufs große Ganze: Energieversorgung unter Berücksichtigung von Umwelt, Klimaschutz und sozialer Belange im Sinne von Mensch und Natur.