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Rhein: Niedrigwasser erschwert Transport von Mineralölprodukten
Berlin, 07.08.2026 | Branche arbeitet permanent an Aufrechterhaltung der Lieferketten
Der trockene Sommer sorgt für niedrige Pegelstände an deutschen Wasserstraßen, vor allem auf dem stark befahrenen Rhein. Dadurch wird die Transportkapazität der Binnenschifffahrt erheblich eingeschränkt. Das betrifft auch Benzin, Diesel, Heizöl und Kerosin und Vorprodukte für die chemische Industrie.
Prof. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer en2x: „Der Umgang mit Niedrigwasser, gerade am Rhein, ist für unsere Mitgliedsunternehmen nicht neu – es tritt in verschiedenen Jahren immer wieder auf. Dennoch stehen wir vor einer großen Herausforderung.“ Binnenschiffe müssen mit geringerem Frachtvolumen beladen werden – teilweise zu einem Viertel der Normalkapazität, oder sie mussten den Betrieb vorübergehend ganz einstellen. Der Transport wird, wo möglich, auf Kesselwagenzug und Tankkraftwagen verlagert. Allerdings sind auch deren Kapazitäten begrenzt. „Dadurch verzeichnen wir steigende Transportkosten.“
Dank laufender Anpassung der Logistik läuft der Tankstellenbetrieb bisher auf normalem Niveau – auch im gesamten Rheingebiet. Nach derzeitigen Prognosen sinken die Pegelstände in nächster Zeit jedoch weiter, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit von vorübergehenden und regional beschränkten Versorgungsengpässen erhöht. Das gilt insbesondere, wenn es zusätzlich zu Verspätungen auf der Schiene, zu technischen Störungen oder anderen Einschränkungen in der Transportlogistik kommen sollte. Küchen: „Die en2x-Mitgliedsunternehmen arbeiten permanent daran, die Belieferung von den Raffinerien nicht nur zu den Tankstellen, sondern mit den entsprechenden Produkten unter anderem auch zu Heizölkunden, Flughäfen und Industrie aufrecht zu erhalten.“