„Deutschlandforum Energieresilienz“: Staatssekretärin Connemann kündigt Zukunftsdialog an - en2x

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„Deutschlandforum Energieresilienz“: Staatssekretärin Connemann kündigt Zukunftsdialog an

Fachkundige und Entscheidungstragende aus Politik, Wirtschaft und Militär haben auf dem „Deutschlandforum Energieresilienz“ am 6. Mai die Bedeutung flüssiger Kohlenwasserstoffe für die heutige und künftige resiliente Versorgung mit Energie und Grundstoffen hervorgehoben. Mit rund 180 Gästen war die erstmals vom Verband ausgerichtete Veranstaltung im Berliner dbb Forum sehr gut besucht.giesteuer die Preise an den Tankstellen beeinflussen kann und welche logistischen Herausforderungen rund um die Stichtage dahinterstecken.

In seiner Eröffnungsrede machte der en2x-Vorstandvorsitzende Patrick Wendeler auf die Bedeutung der Branche in
„normalen“ Zeiten wie in Krisen- und Verteidigungsfällen aufmerksam und verdeutlichte, dass die Unternehmen hierzulande mit schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert sind. Umso notwendiger sei es, als Energie- und Grundstoffwirtschaft gemeinsam mit der Politik konstruktiv daran zu arbeiten, einen Weg zur Stärkung von Industrie und industrieller Wertschöpfung einzuschlagen.

Gitta Connemann, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, griff diesen Hinweis direkt auf. Man sei sich in ihrem Hause bewusst, welche Bedeutung Raffinerien für Versorgungssicherheit und Wohlstand in Deutschland zukomme. Ihr Ministerium habe schon 2024 den Branchendialog zur Transformation der Mineralölwirtschaft gestartet, Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche werde darauf aufbauend zeitnah zu neuen Gesprächen einladen, um die Zukunft der Branche in Deutschland gemeinsam zu sichern. Patrick Wendeler sicherte zu, das Gesprächsangebot anzunehmen.

Prof. Hubertus Bardt vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) machte im Folgenden auf Herausforderungen durch EU-Regulierungen aufmerksam. Dr. Michael Meister, Staatssekretär für Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bundeskanzleramt, sprach über die gegenwärtige Verwundbarkeit der Energieversorgung und das Bestreben der Bundesregierung, mehr Resilienz dagegenzusetzen.

Wie vor allem im zweiten Teil der Veranstaltung deutlich wurde, kommt flüssigen Kohlenwasserstoffen gerade im militärischen Bereich eine zentrale Rolle zu, um Bundeswehr und NATO im Verteidigungsfall aktionsfähig zu halten. Eine besondere Herausforderung bestehe darin, dass speziell der Bedarf an Diesel und Kerosin im Einsatzfall gegenüber normalen Zeiten um das Zehnfache steigt. Diskutiert wurde auch, welche Rolle erneuerbare Kraft- und Treibstoffe dabei künftig spielen werden. Dass das Thema Resilienz auch in anderen Industrienationen von großer Bedeutung ist, stellte die japanische Botschafterin Mitsuko Shino in ihrer Rede heraus.

„Auf Raffinerien, Tankläger, Pipelines, Logistik und Importstrukturen werden wir nicht verzichten können. Sie bilden die ‚superkritische Infrastruktur‘, ohne die alle anderen kritischen Bereiche ihre Funktion nicht erfüllen können“, so en2x-Hauptgeschäftsführer Christian Küchen zum Abschluss. Die Ankündigung der Bundesregierung, eine Strategie für Kohlenwasserstoffe und Raffinerien zu entwickeln, sei der richtige Weg. „Das sollte eine Initiative der gesamten Bundesregierung sein, die alle politischen Facetten und Einsatzsektoren zusammenbringt.“

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